Ein säugendes Kegelrobbenjungtier – das Traummotiv eines jeden Fotografen, doch so einfach entsteht ein solches Foto nicht! Eine Vielzahl von Bedingungen bestimmten, ob der Traum Wirklichkeit werden kann. 

Eine Vielzahl von Bedingungen bestimmten, ob der Traum Wirklichkeit werden kann. Wie schon im Blogbeitrag “Ein Tag bei den Kegelrobben auf der Düne von Helgoland” beschrieben, sind es zunächst vor allem die einzuhaltenden Sicherheitsabstände und die damit einhergehende Wahl der korrekten Optik und Brennweite sowie die sich hieraus ergebende Möglichkeit zur Positionierung unter Berücksichtigung des jeweiligen Vorder- und Hintergrundes zum Motiv.

Bei der Tierfotografie zu beachten ist dann vor allem auch, daß man sich auf die Augenhöhe des Tieres begibt. Positionierungen, bei denen aus einer höheren Position auf die Tiere herunter fotografiert wird, sollten vermieden werden, da Sie für die Bildaussage nicht förderlich sind und eher „erniedrigend“ wirken.

Mit viel Geduld zum Traummotiv des säugenden Kegelrobbenjungtiers

Vor allem eines aber sollte man bei der Tierfotografie mitbringen können – viel Geduld! Zugegeben, manchmal passt einfach alles und kaum wandert man an den Robben vorbei, beginnen Sie auch schon miteinander zu kämpfen oder statt nur eher gelangweilt passiv im Sand herum zu liegen beginnen Sie auch schon zu gähnen. Meistens jedoch muß man eher Lange auf ein etwas  andersartiges Foto, in dem etwas Interessantes geschieht, warten.

Für mein Foto der säugenden Robbe mußte ich beispielsweise einige Stunden das Anfangs am Strand in der Nähe der Mutter schlafende Tierjunge beobachten und hier Ansitzen. Nachdem zahllose Fotografinnen und Fotografen nach einigen Minuten Wartezeit enttäuscht weitergezogen waren und ich weitere Stunden ausgeharrt hatte, begann das Jungtier zunächst zaghaft gähnend langsam zu erwachen, ehe es dann zur Mutter robbte.

Die korrekte Einstellung an der Kamera ist wichtig

Besonders wichtig in diesen Momenten ist es, die korrekten Einstellungen der Blende hinsichtlich einer optimalen Schärfentiefe, des in Abhängigkeit des vorhandenen Lichtes gewählten ISO-Wertes und einer für die Tierfotografie guten Belichtungszeit, bereits im Vorfeld vorgenommen zu haben. Ich arbeite hier stets mit der Funktion der Zeitautomatik (A, AV) der Kamera. Außerdem wichtig ist es, die Serienbildfunktion der Kamera und den Autofokus aktiviert zu haben, wohingegen der auf einem stabilen Dreibeinstativ montierte Bildstabilisator an der Kamera deaktiviert werden kann.

So vorbereitet konnte ich einige schön Momente der säugenden Kegelrobbe erleben und Fotografieren!

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Stephan Rech

Stephan Rech

Naturfotografie Stephan Rech

Stephan Rech ist Naturfotograf mit Leib und Seele. Aus Liebe zur Natur mit all Ihren Farben, Formen und Geräuschen lässt er dies in seinen Bildern, mal kreativ und abstrakt, mal dokumentarisch erleben. Die Faszination gibt er als Vollmitglied der  Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) in fotografischen Coachings- und  Einsteigerkursen weiter.

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