Helgolands Kegelrobben warten schon auf uns: früh morgens um 06.30 Uhr pellen wir uns aus den Betten der Unterkunft und schnüren unseren Fotorucksack, den wir bereits am Vorabend sorgfältig gepackt haben, um noch vor Sonnenaufgang die erste Fähre hinüber zur Düne zu erreichen.

Gemeinsam mit uns warten nur einige unverdrossene Ornithologen und Tierfotografen mit müden Augen am Steg zur Überfahrt, welche im Januar auf Grund der jeweiligen Wetterlage zu einem echten Abenteuer werden kann, wenn hohe Wellen die kleine Fähre auf ihren schaumbedeckten Kronen tragen.

Doch Petrus ist uns wohlgesonnen und so können wir bei zu dieser Jahreszeit verhältnismäßig eher geringem Seegang hoffnungsvoll zu einem Ausflug zu den Robben starten – ob wir wohl endlich unser Traummotiv, die jungen grade erst geborenen Kegelrobben mit ihrem schneeweißem Fell und niedlichen Kulleraugen fotografieren werden können?

Kreischende Möwen und tosende Wellen

Kreischende Möwen, Tosende Wellen und peitschender Wind empfangen uns, nachdem wir nach  einem kurzen Marsch mit unserem über 15 Kilogramm wiegenden Fotorucksack, der sich durch den losen Sand jedoch wie 10 km anfühlt, an der nordwestlichen Seite der Helgoland vorgelagerten Düne und der in einer Vielzahl anzutreffenden Kolonie, angelangt sind. Und da liegen sie auch schon noch eher müde und faul am Strand. Zügig stellen wir unsere Stative auf und montieren die Kameras mit den langen Brennweiten, denn zum Schutz der Kegelrobben und des Menschen, ist hier ein Sicherheitsabstand von 30m zu den Tieren das oberste Gebot!

Der peitschende Wind treibt Wolken von Sand über den Strand – an einen Objektivwechsel ist in dieser Situation wohl kaum zu denken. Wohl dem, der schon am Festland die für diese Motive ausreichende Optik auf sein Kameragehäuse montiert hat.

Die Einstellungen der Kamera werden gecheckt, denn die Sonne wird sich erst in ein paar Minuten aus dem Meer erheben – Zeit genug für erste Testaufnahmen und einen Rundblick über den Strand, wo wohl die Robben für die Kamera am Optimalsten liegen. Nicht immer nämlich hat man das Glück, daß sich die Robben dort abgelegt haben, wo es für uns Fotografen auch am Schönsten wäre. Oftmals trüben im Vordergrund liegender Unrat oder von der Flut aufgeworfene Steinansammlungen ein optimales Bildergebnis und bei weitem nicht immer kann dieses durch einen Standortwechsel im Foto ausgeblendet werden.

Im Rausch des Fotoglücks

Dann endlich ist es soweit und die Sonne erhebt sich rotleuchtend aus den Wellen am Horizont. Erste Sonnenstrahlen umhüllen die Robben mit einem traumhaften Licht und erste Fotos landen auf dem Speicherchip der Kamera. Freiliegende Robben am Strand, in Kolonien oder Einzelne Tiere, auf Ihrem Weg ins Wasser, spielerisch miteinander ringende Jungbullen und vor allem die weißen Kegelrobben sind die Motive, welche wir in den nächsten Stunden fotografieren konnten. Fast schon im Rausch unseres Fotoglückes landen so Bild um Bild, eines schöner, als das Andere, im Speicher der Kamera.

Hunderte Fotos später – eine anstrengende Nachbearbeitung liegt auf Grund der Fülle der schönen Motive vor uns – und nach einer mittäglichen Fotopause, geht es für uns zurück nach Helgoland.

Während wir auf unsere Fähre warten, sichten wir zufrieden grob die Ersten Ergebnisse des Tages und es steht fest: der Ausflug zu den Kegelrobben hat sich auf jeden Fall gelohnt, wie an der nachstehenden Galerie zu sehen ist.

Kegelrobben auf Helgolands Düne – Die Fotogalerie

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Stephan Rech

Stephan Rech

Naturfotografie Stephan Rech

Stephan Rech ist Naturfotograf mit Leib und Seele. Aus Liebe zur Natur mit all Ihren Farben, Formen und Geräuschen lässt er dies in seinen Bildern, mal kreativ und abstrakt, mal dokumentarisch erleben. Die Faszination gibt er als Vollmitglied der  Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) in fotografischen Coachings- und  Einsteigerkursen weiter.

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